Wie eine Beiladung abläuft
Der Ausgangspunkt ist immer eine Tour, die schon feststeht. Ein Fahrzeug fährt einen Umzug nach Hamburg, München oder Köln und ist auf dieser Fahrt nicht bis unter das Dach voll. Der freie Raum kostet uns nichts extra, also verkaufen wir ihn günstiger, als ein eigenes Fahrzeug für Sie kosten würde. Genau das ist die Beiladung, mehr Geheimnis steckt nicht dahinter.
Für Sie heißt das: Wir brauchen zuerst Ihre Menge, dann Ihre Strecke und danach eine Angabe, wie flexibel Sie mit dem Datum sind. Je größer das Fenster, desto eher passt Ihre Ladung auf eine Tour und desto günstiger wird es. Wer nur einen einzigen Tag akzeptiert, sollte den Festtermin nehmen und nicht die Beiladung.
Zwei Punkte klären wir vorher, weil sie sonst am Zustelltag Ärger machen. Erstens die Zugänglichkeit: Wenn an der Zieladresse niemand öffnen kann oder der Hof für ein großes Fahrzeug zu eng ist, muss auf ein kleineres umgeladen werden, und das kostet zusätzlich. Zweitens die Etage. Ein vierter Stock ohne Aufzug ist bei einer Beiladung dieselbe Arbeit wie bei einem kompletten Umzug, nur verteilt sie sich auf weniger Kubikmeter und fällt im Preis je Kubikmeter stärker auf. Beides steht im Angebot, damit später niemand nachverhandeln muss.
- Volumen schätzen, entweder mit unserer Liste oder bei einer kostenlosen Besichtigung
- Strecke und mögliches Zeitfenster nennen, üblich sind drei bis zehn Tage
- Angebot nach Kubikmetern, verbindlich für dieses Volumen und diese Strecke
- Alles sauber verpacken und beschriften, wir prüfen die Stücke bei der Abholung
- Abholung im ersten Fenster, Zustellung im zweiten, beides jeweils einen Tag vorher bestätigt
Der Nachteil, den Sie vorher kennen sollten
Eine Beiladung hat einen echten Nachteil, und wir sagen ihn lieber vorher als hinterher: Sie bekommen keinen Termin, sondern einen Zeitraum. Das gilt zweimal, einmal für die Abholung und einmal für die Zustellung. Üblich sind Fenster von wenigen Tagen. Am Tag davor melden wir uns mit der genauen Uhrzeit, aber eben nicht drei Wochen vorher.
Wer am 31. den Schlüssel abgibt und am 1. in der neuen Wohnung schlafen will, ist mit der Beiladung falsch beraten. Wer dagegen in eine bereits eingerichtete Wohnung nachzieht, ein Zimmer zu den Eltern bringt oder nach dem Auslandsaufenthalt zurückkommt, hat diesen Nachteil praktisch nicht. Prüfen Sie also zuerst, ob Sie das Fenster verkraften, und danach erst den Preis.
Der zweite Punkt ist die Verpackung. Ihre Sachen stehen neben fremdem Umzugsgut und werden unterwegs unter Umständen einmal umgeladen. Lose Teile, offene Tüten und ungeschützte Möbelflächen haben dabei nichts zu suchen. Wir nehmen schlecht verpacktes Gut nicht mit, weil der Schaden am Ende immer auf demselben Tisch landet.
| Haushalt | Eigener Fernumzug ab |
|---|---|
| 1 Zimmer | 1.450 € |
| 2 Zimmer | 1.690 € |
| 3 Zimmer | 1.950 € |
| 4 Zimmer | 2.190 € |
| 5 Zimmer | 2.450 € |
Gerechnet bis rund 750 Kilometer, inklusive Mehrwertsteuer. Die Beiladung rechnen wir stattdessen nach Kubikmetern und Strecke ab, weil Sie nur Ihren Anteil am Laderaum bezahlen.
Wann sich die Beiladung rechnet und wann nicht
Nach unten wird es bei sehr kleinen Mengen unwirtschaftlich. Wer zwei Kartons und einen Koffer verschicken will, fährt mit einem Paketdienst günstiger, weil bei uns immer Anfahrt, Handling und Papierkram anfallen. Ab etwa drei Kubikmetern, also ungefähr ab einem Bett, einem Schrank und ein paar Kartons, ist die Beiladung sinnvoll.
Nach oben endet der Vorteil dort, wo Ihre Ladung ein halbes Fahrzeug belegt. Ein Zimmer entspricht rund 15 m³, eine Zweizimmerwohnung rund 25 m³. Spätestens dann kostet der Kubikmeter in der Beiladung ähnlich viel wie im eigenen LKW, und der eigene LKW hat den festen Termin und die kürzere Laufzeit. Wir sagen Ihnen offen, wenn Sie an diesem Punkt sind.
Zwischen diesen beiden Grenzen liegt der eigentliche Fall: der Einzimmerhaushalt, das WG-Zimmer, die Möbel aus dem Elternhaus, die Ausstattung einer Zweitwohnung, das Erbstück aus einer anderen Stadt. Dafür ist die Beiladung gemacht, und dafür ist sie im Vergleich sehr deutlich günstiger als der komplette Fernumzug.
Ein eigener Fall ist die Gegenrichtung. Fahrzeuge, die einen Umzug aus Berlin heraus gefahren haben, kommen zurück und sind auf dem Rückweg häufig leer. Wer Möbel nach Berlin bringen lassen möchte, etwa aus dem Elternhaus oder aus einer aufgelösten Zweitwohnung, trifft deshalb oft auf besonders günstige Kapazität. Fragen Sie in diesem Fall auch dann an, wenn der Startpunkt weit von Berlin entfernt liegt und die Menge klein ist.
Richtig verpacken ist bei der Beiladung Pflicht
Faustregel: Alles muss stapelbar, tragbar und gegen Reibung geschützt sein. Kartons statt Tüten, geschlossene Deckel statt herausstehender Griffe, Schubladen leer und gesichert, Schrauben und Kleinteile in einem beschrifteten Beutel am jeweiligen Möbelstück. Was zerlegbar ist, wird zerlegt, weil zerlegte Möbel deutlich weniger Raum kosten und der Preis am Volumen hängt.
Empfindliche Flächen bekommen eine Möbeldecke, die Sie bei uns ab 2,50 Euro je Stück und Woche leihen können. Für Glas, Bildschirme und Lampen nehmen Sie Luftpolsterfolie, 50 Meter kosten 19 Euro. Beschriften Sie jedes Stück mit Ihrem Namen und der Zieladresse, nicht nur mit dem Zimmernamen. Bei einer Beiladung steht Ihr Sessel neben dem Sessel einer fremden Familie.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Verpackung reicht, schicken Sie uns vorab ein paar Fotos vom fertig gepackten Stapel. Wir sagen Ihnen dann, was nachgearbeitet werden sollte, solange dafür noch Zeit ist. Das ist deutlich billiger, als am Abholtag festzustellen, dass die unverpackte Kommode so nicht mitfahren kann und ein zweiter Anlauf nötig wird.
- Möbel zerlegen, das spart Volumen und damit bares Geld
- Jedes Stück mit Namen und Zieladresse beschriften, nicht nur mit dem Zimmer
- Inventarliste mit Stückzahl anlegen, ein Blatt reicht und erspart jede Diskussion
- Nichts Loses, keine offenen Tüten, keine überfüllten Kartons ohne Deckel
- Wertsachen, Papiere und Medikamente behalten Sie bei sich
Wenn Fenster und Wohnungsübergabe nicht zusammenpassen
Der häufigste Konflikt entsteht am Anfang: Die alte Wohnung ist am Monatsletzten leer zu übergeben, die Tour fährt aber erst vier Tage später. Dafür gibt es eine einfache Lösung. Wir holen die Sachen rechtzeitig ab und stellen sie bis zur Abfahrt ins Lager, eine Box mit 5 m³ kostet ab 9 Euro am Tag, mit 10 m³ ab 15 Euro. Dauert es länger als etwa acht Tage, rechnen wir auf den Monatspreis ab 69 Euro um, weil der ab dieser Dauer günstiger ist.
Dasselbe geht am Zielort, wenn dort noch renoviert wird oder der Vormieter länger bleibt. Die Zustellung aus dem Lager kostet ab 89 Euro je Fahrt. Damit wird aus einem starren Zeitfenster wieder ein planbarer Ablauf, ohne dass Sie den vollen Preis eines Einzeltransports zahlen.