Was ein Studentenumzug in Berlin tatsächlich kostet
Für ein möbliertes Zimmer mit Bett, Schreibtisch, Regal und zehn bis fünfzehn Kartons reicht ein Transporter mit 12 m³. Mit Fahrer kostet er ab 44 Euro je Stunde, und der Fahrer packt mit an, ist also keine reine Chauffeurleistung. Zwei Stunden sind die Mindestabnahme, drei bis vier Stunden sind der Normalfall, wenn beide Adressen im Stadtgebiet liegen.
Wer lieber mit Freunden trägt und nur Muskeln zukauft, nimmt Umzugshelfer ohne Fahrzeug ab 25 Euro je Stunde. Wer gar nichts selbst machen will, bucht den LKW mit zwei Umzugshelfern ab 48 Euro je Stunde. Und wer vorher genau wissen will, was am Ende auf der Rechnung steht, nimmt den Festpreis für ein Zimmer ab 289 Euro, gültig innerhalb Berlins.
Diese Beträge gelten an jedem Tag gleich. Es gibt keinen Aufschlag für den späten Abend, für den Samstag oder für den Sonntag. Das ist bei Studierenden der praktisch wichtigste Punkt, weil sich Klausuren, Schichten und Wohnheimtermine selten nach den Bürozeiten einer Umzugsfirma richten.
Selbst fahren oder fahren lassen, ehrlich verglichen
Der Mietwagen sieht auf den ersten Blick günstiger aus. Rechnen Sie aber die Nebenkosten mit: Kaution auf der Kreditkarte, Kilometerpauschale, Sprit, die Fahrt zur Station und zurück, ein zweiter Weg wegen der Rückgabezeit und die Selbstbeteiligung, falls beim Rangieren in einem Berliner Hinterhof etwas passiert. Dazu kommt die Zeit, die Sie selbst investieren, und die Sie bei einem Nebenjob rechnen können.
Der zweite Punkt ist die Erfahrung. Ein Sofa durch ein enges Altbautreppenhaus zu bekommen, ist keine Frage der Kraft, sondern der Reihenfolge. Wer zu dritt eine Stunde am ersten Türrahmen scheitert, hat den Preisvorteil bereits aufgebraucht. Wer schwer trägt, ohne es gewohnt zu sein, riskiert außerdem den Rücken, und das ist der teuerste Posten überhaupt.
Sinnvoll ist die Mischform. Sie packen selbst, tragen selbst und mieten nur das Fahrzeug mit Fahrer, oder Sie holen sich zwei Helfer für die schweren Stücke und machen den Rest allein. Beides lässt sich stundenweise buchen, und wir sagen vorher, welche Kombination bei Ihrer Menge die günstigere ist.
| Leistung | Abrechnung | Preis ab |
|---|---|---|
| Umzugshelfer ohne Fahrzeug | Je Stunde, mindestens zwei Stunden | 25 € |
| Transporter mit Fahrer, 12 m³ | Je Stunde, Fahrer packt mit an | 44 € |
| LKW mit zwei Umzugshelfern | Je Stunde | 48 € |
| Ein Zimmer als Festpreis | Rund 15 m³, innerhalb Berlins | 289 € |
| Umzugskarton leihen | Je Stück und Woche | 0,90 € |
Beträge inklusive Mehrwertsteuer. Für Abend, Samstag oder Sonntag kommt kein Aufschlag dazu.
Die zwei größten Hebel beim Sparen
Der erste Hebel ist die Beiladung. Wenn Ihr Umzugsgut auf wenige Kubikmeter passt und Sie keinen festen Tag brauchen, fahren die Sachen auf einer Tour mit, die ohnehin gefahren wird. Sie zahlen dann nur Ihren Anteil am Laderaum. Der Nachteil ist ein Zeitfenster statt eines Termins, was bei einem WG-Zimmer meistens verschmerzbar ist, bei einer Schlüsselübergabe am Monatsletzten dagegen nicht.
Der zweite Hebel ist das Material. Ein Umzugskarton zur Miete kostet 0,90 Euro je Stück und Woche, gekauft 1,80 Euro. Bei zwanzig Kartons und zwei Wochen Nutzung sind das 36 Euro Miete gegenüber 36 Euro Kauf, danach dreht sich die Rechnung zugunsten des Kaufs. Der eigentliche Vorteil der Miete liegt woanders: Sie müssen die Kartons hinterher nicht zerlegen, lagern oder zum Altpapier bringen, wir holen sie wieder ab.
Ein dritter, oft übersehener Hebel ist der Termin selbst. Der Monatsletzte und der Monatserste sind die teuersten Tage im Umzugsjahr, weil an ihnen fast alle Mietverträge enden und jede Firma in der Stadt ausgebucht ist. Wer den Wechsel um zwei oder drei Tage in die Monatsmitte legen kann, weil die neue Wohnung ohnehin schon frei ist, hat mehr Auswahl bei der Uhrzeit und bekommt schneller einen Termin. Bei uns kostet der Dienstagvormittag zwar genauso viel wie der Samstagabend, aber die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Wunschtermin überhaupt noch frei ist, steigt deutlich. Fragen Sie deshalb lieber mit zwei möglichen Daten an als mit einem.
- Umzugskarton leihen, 0,90 € je Stück und Woche
- Umzugskarton kaufen, 1,80 € je Stück
- Kleiderbox leihen, 3,50 € je Stück und Woche, spart Bügeln und Kartonplatz
- Möbeldecke leihen, 2,50 € je Stück und Woche, für Schreibtischplatte und Bildschirm
Semesterwechsel, Zwischenmiete und Auslandssemester
Der typische Studentenumzug in Berlin ist selten ein sauberer Wechsel von A nach B. Häufiger sieht er so aus: Das Zimmer ist zum 30. gekündigt, das neue ist erst zum 15. frei, und dazwischen wohnen Sie bei Freunden. Für die zwei Wochen dazwischen brauchen Ihre Sachen einen Platz, an dem sie niemandem im Weg stehen.
Eine Lagerbox mit 5 m³ fasst den Inhalt eines möblierten Zimmers ohne Weiteres. Sie kostet ab 9 Euro am Tag, ab etwa acht Tagen rechnen wir automatisch auf den Monatspreis ab 69 Euro um, weil der dann günstiger ist. Wir holen die Sachen ab und stellen sie später an der neuen Adresse zu, eine Fahrt kostet ab 89 Euro. Für ein Auslands- oder Praxissemester gilt dasselbe: einlagern ist fast immer billiger, als eine leere Wohnung weiterzubezahlen oder alles zu verkaufen und danach neu zu kaufen.
Melden Sie sich in diesem Fall früher als sonst, am besten schon bei der Kündigung. Nicht wegen der Verfügbarkeit, sondern weil sich Abholung und Zustellung dann in eine Tour legen lassen und Sie nur einmal Anfahrt bezahlen.
Spät am Abend und am Wochenende
Wir haben täglich geöffnet, auch sonntags, und nehmen Anfragen bis in den späten Abend an. Für Studierende ist das aus zwei Gründen praktisch. Erstens liegen Vorlesungen, Jobs und Prüfungen tagsüber, und ein Umzugstermin um 18 Uhr kostet keinen Studientag. Zweitens sind Wohnheime und WG-Häuser am Abend voller Leute, die kurz die Tür aufhalten oder den Flur frei machen können.
Praktisch ist auch der leere Verkehr. Wer gegen 19 Uhr lädt, steht seltener im Stau, findet leichter eine Lücke vor dem Haus und kommt in der Regel schneller durch als am Freitagnachmittag. Bei den Ruhezeiten ab 22 Uhr nehmen wir Rücksicht: Ab dann wird getragen statt gerollt, und lautes Werkzeug bleibt im Fahrzeug.
Ein Punkt bleibt trotzdem an die Bürozeiten gebunden: die Halteverbotszone. Sie richtet sich nach Werktagen und nicht danach, wann wir arbeiten. Wer am Sonntagabend umzieht, muss den Antrag spätestens am Montag der Woche davor gestellt haben. Bei einem einzelnen Zimmer ohne schwere Möbel geht es meistens auch ohne Zone, bei einer WG-Auflösung mit Sofa, Schrank und zwanzig Kartons wird sie sich bezahlt machen.