Die Formel, mit der die Frage in zwei Minuten geklärt ist
Rechnen Sie zuerst den Preis je Kubikmeter aus. Die 5-m³-Box kostet ab 69 € im Monat, das sind 13,80 € je Kubikmeter. Die 10-m³-Box liegt bei ab 109 € im Monat, also 10,90 € je Kubikmeter. Die 20-m³-Box kostet ab 189 € im Monat und damit 9,45 € je Kubikmeter. Für kurze Zeiträume unter etwa acht Tagen gilt stattdessen der Tagessatz, aber bei dieser Frage geht es fast immer um Monate.
Der zweite Schritt ist das Volumen. Eine Kommode belegt gestapelt rund einen halben Kubikmeter, eine Waschmaschine knapp einen halben, ein Dreisitzersofa etwa zwei, ein zerlegter Kleiderschrank rund 0,8. Multiplizieren Sie das Volumen mit dem Preis je Kubikmeter und mit der Zahl der Monate.
Der dritte Schritt ist der Vergleich, und hier steckt der Denkfehler, den fast alle machen. Die Kommode für 80 € belegt 0,5 m³ und kostet in der großen Box anteilig rund 5 € im Monat. Danach klingt Lagern nach einem guten Geschäft. Diese Rechnung stimmt aber nur, wenn die Box ohnehin gemietet wird und der Platz sonst leer bliebe.
Sobald die Kommode eigenen Platz kostet, dreht sich das sofort. Eine eigene kleine Box nur für sie kostet über ein halbes Jahr sechs mal 69 €, also 414 €, dazu zwei Fahrten mit zusammen ab 178 €. Und wenn sie diejenige ist, wegen der aus der 5-m³-Box eine 10-m³-Box wird, kostet sie 40 € im Monat, über ein halbes Jahr also 240 €. In beiden Fällen zahlen Sie ein Vielfaches der 80 €, die der Ersatz kosten würde. Genau deshalb lohnt sich ein halbes Jahr Lager für eine Kommode dieser Preisklasse nicht.
Warum die Boxgröße die Rechnung dreht
Der Preis je Kubikmeter sinkt mit der Boxgröße spürbar. Zwischen der 5-m³-Box mit 13,80 € und der 20-m³-Box mit 9,45 € je Kubikmeter liegen 4,35 € im Monat, über sechs Monate also rund 26 € je Kubikmeter. Wer viel einlagert, lagert anteilig günstiger als jemand mit einer kleinen Box, und bei der Lagerfläche ab 30 m³ mit ab 269 € im Monat sinkt der Preis je Kubikmeter auf rund 9 €.
Daraus folgt eine unbequeme Konsequenz. Eine halb gefüllte Box zahlen Sie voll. Wer 6 m³ Sachen hat, braucht die 10-m³-Box und zahlt ab 109 € im Monat, also gut 18 € je tatsächlich genutztem Kubikmeter. Es lohnt sich in diesem Fall besonders, kritisch auszusortieren, bis der Inhalt in die kleinere Box passt, oder umgekehrt so zu packen, dass die gemietete Box wirklich voll wird.
Für die Entscheidung Einlagern oder Verkaufen heißt das: Rechnen Sie nicht jedes Stück isoliert, sondern schauen Sie zuerst, welche Box Sie ohnehin brauchen. Ein Möbelstück, das in eine sowieso gemietete Box noch hineinpasst, kostet real nichts extra. Ein Stück, das die nächste Boxgröße auslöst, kostet 40 € oder 80 € im Monat, je nachdem, welcher Sprung es ist.
| Gegenstand | Volumen gestapelt | 6 Monate in der 20-m³-Box | 6 Monate in der 5-m³-Box |
|---|---|---|---|
| Kommode | rund 0,5 m³ | rund 28 € | rund 41 € |
| Waschmaschine | rund 0,4 m³ | rund 23 € | rund 33 € |
| Kleiderschrank, zerlegt | rund 0,8 m³ | rund 45 € | rund 66 € |
| Esstisch mit vier Stühlen | rund 1,0 m³ | rund 57 € | rund 83 € |
| Sofa, drei Sitze | rund 2,0 m³ | rund 113 € | rund 166 € |
| Fahrrad | rund 0,5 m³ | rund 28 € | rund 41 € |
Gerechnet mit den Monatspreisen aus unserer Preisliste, umgelegt auf den Kubikmeter, für sechs Monate. Das sind Anteile an einer Box, die Sie ohnehin mieten. Eine eigene Box nur für ein Stück kostet den vollen Boxpreis, in der kleinsten Größe also 414 € für sechs Monate, dazu zwei Fahrten ab 89 €.
Was sich fast immer lohnt zu behalten
Es gibt eine kleine Gruppe von Gegenständen, bei denen die Rechnung praktisch nie gegen das Lager ausfällt, weil Ersatz teuer oder unmöglich ist. Dazu gehören Massivholzmöbel, weil sie auch nach zwei Umzügen noch stabil sind und gebraucht nicht günstig zu bekommen sind. Ebenso Maßanfertigungen, Erbstücke und alles mit persönlichem Wert, bei dem eine Kostenrechnung ohnehin die falsche Frage stellt.
Praktisch ebenfalls sinnvoll: Werkzeug und Maschinen, weil sie wenig Platz brauchen und in der Wiederbeschaffung teuer sind. Eine gute Matratze, wenn sie jünger als etwa zwei Jahre ist. Fahrräder, sofern sie nicht ohnehin ersetzt werden sollen. Und Elektrogroßgeräte, wenn sie noch jung sind und keine Reparatur anstand.
- Massivholzmöbel und Maßanfertigungen
- Erbstücke und Dinge mit persönlichem Wert
- Werkzeug, Maschinen und gutes Zubehör, kleines Volumen, hoher Wert
- Matratzen bis etwa zwei Jahre Alter
- Junge Elektrogroßgeräte ohne bekannte Mängel
- Alles, was sich sauber zerlegen und wieder aufbauen lässt
Was fast nie eine lange Lagerung wert ist
Auf der anderen Seite stehen die Dinge, die den zweiten Aufbau selten überstehen oder billiger zu ersetzen als zu lagern sind. Regale und Schränke aus beschichteter Spanplatte gehören ganz oben auf diese Liste. Die Dübellöcher halten beim zweiten Zusammenbau häufig nicht mehr, und der Wert nach dem Abbau liegt oft nahe null. Was Sie hier bezahlen, ist nicht der anteilige Platz, sondern das Risiko, nach sechs Monaten Lagerkosten ein Möbel auszupacken, das sich nicht mehr sauber aufbauen lässt.
Sofas mit deutlichen Gebrauchsspuren sind der zweite typische Fall. Sie belegen mit rund zwei Kubikmetern so viel Platz, dass sie oft allein über die Boxgröße entscheiden. Anteilig kosten sie in der großen Box über sechs Monate rund 113 €, das klingt harmlos. Teuer werden sie erst dadurch, dass wegen ihnen die nächstgrößere Box nötig wird. Ähnlich verhält es sich mit Einbauküchen, die in die nächste Wohnung fast nie passen, mit alten Fernsehern, mit Standardregalen und mit sperriger Dekoration.
Auch ein ganzes Kinderzimmer, dem das Kind in einem halben Jahr entwachsen sein wird, ist ein schlechter Kandidat. Und Bücher sind ein Grenzfall: Sie sind schwer und volumenintensiv, für viele Menschen aber unersetzlich. Hier hilft die Zwischenlösung, nämlich zu behalten, was gelesen wird, und den Rest abzugeben.
Verkaufen, verschenken oder entsorgen
Verkaufen kostet vor allem Zeit. Anzeigen schreiben, fotografieren, Nachrichten beantworten und Termine für die Abholung vereinbaren summiert sich, und ein Teil der Interessenten erscheint nicht. Wer mitten im Umzug steckt, sollte diese Zeit ehrlich einplanen oder es bleiben lassen. Ein praktischer Hebel: Verkaufen Sie nur gegen Selbstabholung und legen Sie alle Abholungen auf einen einzigen Nachmittag.
Verschenken ist der schnellere Weg und bei allem sinnvoll, was ohnehin wenig bringt. Gebrauchtwarenhäuser, soziale Einrichtungen und Verschenkeplattformen nehmen brauchbare Möbel oft ab, allerdings meist nur in gutem Zustand und selten kurzfristig.
Bleibt die Entsorgung, und hier lohnt der direkte Vergleich. Entrümpelung kostet bei uns ab 39 € je Kubikmeter, besenrein übergeben, Entsorgung nach Aufwand liegt bei ab 15 € je Stunde, die Deponiegebühr wird durchgereicht. Ein Kubikmeter Lagerplatz kostet dagegen 9,45 € im Monat in der großen Box und 13,80 € in der kleinen. Anders gesagt: Wer sicher weiß, dass er ein Stück nicht wiederhaben will, hat nach etwa drei bis vier Monaten Lagerzeit mehr bezahlt, als die Entsorgung gekostet hätte, und danach zahlt er jeden Monat weiter.
Der Zwischenweg: kurz lagern, in Ruhe entscheiden
Es gibt einen dritten Weg, und er ist oft der vernünftigste. Statt am Umzugstag unter Zeitdruck zu entscheiden, lagern Sie das Fragliche drei bis vier Wochen ein und verkaufen in dieser Zeit in Ruhe. Weil ab dem neunten Tag der Monatspreis greift, kosten sowohl drei als auch vier Wochen in der kleinsten Box ab 69 €. Wenn dadurch ein Panikverkauf unter Wert vermieden wird und die Wohnungsübergabe trotzdem pünktlich klappt, ist das gut angelegtes Geld.
Wichtig ist nur, dass daraus keine Dauerlösung wird. Setzen Sie sich ein Enddatum, bevor die Box gebucht wird, und schreiben Sie es in den Kalender. Aus vier Wochen werden sonst leicht zwölf Monate, und dann stehen dort Möbel, deren Lagerkosten längst über dem liegen, was der Ersatz gekostet hätte.
Wenn Sie mögen, gehen wir das bei der kostenlosen Besichtigung gemeinsam durch. Wir schätzen das Volumen jedes größeren Stücks, rechnen mit Ihnen die Monatskosten aus und sagen Ihnen offen, wo sich das Lagern nicht rechnet. Das ist kein Widerspruch zu unserem Angebot, sondern die Grundlage dafür, dass Sie beim nächsten Mal wieder anrufen.