Leihen oder kaufen, einmal ehrlich durchgerechnet
Die Rechnung ist übersichtlich. Dreißig Kartons zur Miete kosten 27 Euro je Woche. Nach zwei Wochen sind Sie bei 54 Euro und damit genau bei dem Betrag, den dieselben dreißig Kartons im Kauf kosten würden. Wer das Material länger braucht, etwa weil in der neuen Wohnung noch renoviert wird, fährt mit dem Kauf günstiger. Wer in zwei Wochen durch ist, mit der Miete.
Der Preis ist aber nur die Hälfte der Entscheidung. Gekaufte Kartons müssen Sie nach dem Umzug irgendwo unterbringen. Dreißig gefaltete Kartons brauchen Platz, den eine frisch bezogene Wohnung selten übrig hat, und der Weg zum Altpapiercontainer ist mit dreißig Stück auch kein Fünfminutenjob. Bei der Miete entfällt das vollständig, wir holen die Kartons ab.
Dazu kommt die Stabilität. Mietkartons sind zweiwellig und darauf ausgelegt, viele Umzüge zu überstehen. Sie tragen mehr, stapeln sich sauberer und knicken nicht ein, wenn unten im Stapel Bücher liegen. Der Unterschied fällt spätestens beim vierten Karton auf, den Sie nicht am Boden zusammenkleben müssen.
Ein Zwischenweg ist ebenfalls möglich und bei vielen Kunden der Normalfall. Sie mieten den Großteil und kaufen zusätzlich fünf oder zehn Stück, die hinterher im Keller bleiben sollen: für Winterkleidung, Weihnachtsschmuck oder Unterlagen, die ohnehin dauerhaft in einem Karton wohnen. So zahlen Sie den Kaufpreis nur für die Kartons, die Sie wirklich behalten wollen, und geben den Rest nach dem Umzug zurück.
Wie viele Kartons Sie wirklich brauchen
Die meisten unterschätzen die Menge. Als Erfahrungswert aus unseren Touren: Für ein Zimmer oder ein WG-Zimmer rechnen Sie mit fünfzehn bis zwanzig Kartons, für zwei Zimmer mit dreißig bis vierzig, für drei Zimmer mit fünfzig bis sechzig. Eine gut gefüllte Bücherwand allein bringt zwanzig Kartons zusätzlich, weil Bücher nur in kleine Kartons dürfen, wenn sie noch tragbar bleiben sollen.
Bestellen Sie lieber ein paar zu viel als zu wenig. Was Sie nicht benutzen, nehmen wir bei der Lieferung oder spätestens am Umzugstag ungefaltet wieder mit und berechnen es nicht. Der umgekehrte Fall ist der teure: Wenn am Packabend die Kartons ausgehen, wandern Sachen in Tüten und Wäschekörbe, und genau die verursachen am Umzugstag die meiste Zeit und die meisten Schäden.
Für Kleidung lohnt die Kleiderbox zu 3,50 Euro je Stück und Woche. Der Inhalt eines mittleren Kleiderschranks passt in zwei bis drei Boxen, die Sachen bleiben auf dem Bügel und müssen am Zielort nur umgehängt werden. Gerechnet gegen die Kartons, die Sie sonst brauchen, und gegen das Bügeln danach, ist das meistens ein Nullsummenspiel mit deutlich weniger Arbeit.
| Posten | Preis |
|---|---|
| Umzugskarton leihen | 0,90 € je Stück und Woche |
| Umzugskarton kaufen | 1,80 € je Stück |
| Kleiderbox leihen | 3,50 € je Stück und Woche |
| Packpapier, 10 kg | 14 € |
| Luftpolsterfolie, 50 m | 19 € |
| Möbeldecke leihen | 2,50 € je Stück und Woche |
Beträge inklusive Mehrwertsteuer. Unbenutzte Mietkartons nehmen wir zurück, ohne sie zu berechnen.
Was außer Kartons noch gebraucht wird
Packmaterial wird gern vergessen und ist dann am Abend vor dem Umzug nirgends mehr zu bekommen. Wir liefern es zusammen mit den Kartons, damit Sie nicht getrennt einkaufen müssen. Die Mengen unten sind Richtwerte für einen Zweipersonenhaushalt und lassen sich bei der Anfrage anpassen.
- Packpapier, 10 kg für 14 €, für Geschirr, Gläser und Hohlräume in Kartons
- Luftpolsterfolie, 50 m für 19 €, für Bildschirme, Glasplatten, Spiegel und Lampen
- Möbeldecke leihen, 2,50 € je Stück und Woche, für Kanten, Fronten und Tischplatten
- Kleiderbox leihen, 3,50 € je Stück und Woche, Kleidung bleibt hängen
- Umzugskarton leihen, 0,90 € je Stück und Woche, kaufen 1,80 € je Stück
Lieferung, Rückgabe und was dabei zu beachten ist
Wir liefern das Material rechtzeitig vor dem Umzugstag, üblich ist eine bis zwei Wochen vorher. Den genauen Liefertermin stimmen wir mit Ihnen ab, auch am späten Nachmittag oder am Wochenende, wenn Sie tagsüber arbeiten. Wenn Sie den Umzug ohnehin bei uns buchen, bringen wir die Kartons in der Regel bei der Besichtigung oder kurz danach mit und halten die Anfahrten damit klein.
Nach dem Umzug holen wir die Mietkartons wieder ab. Sie müssen dafür nur gefaltet, trocken und leer sein. Klebeband dürfen Sie dranlassen, wir lösen es beim Sortieren. Nicht zurücknehmen können wir Kartons, die nass geworden sind oder in denen Farbe, Öl oder Lebensmittel ausgelaufen sind, weil sie nicht mehr weiter verwendet werden können.
Die Mietdauer läuft wochenweise ab Lieferung. Wenn sich der Umzug verschiebt, sagen Sie uns Bescheid, dann verlängern wir. Es entsteht kein Aufschlag dafür, dass Sie in der zweiten Woche anrufen statt in der ersten, es wird schlicht die zusätzliche Woche berechnet.
Für die Lieferung brauchen wir nur jemanden, der die Tür öffnet, und einen Platz, an dem die Kartons stehen dürfen. Gefaltet stapeln sich dreißig Stück auf etwa einen halben Quadratmeter, sie sind also kein Möbelstück im Flur. Wenn niemand zu Hause sein kann, ist auch eine Übergabe bei Nachbarn möglich, sofern das vorher abgesprochen ist.
Packen, das den Transport aushält
Die Regeln sind einfach und ersparen die meisten Schäden. Schweres nach unten, Leichtes nach oben, und zwar sowohl im einzelnen Karton als auch im Stapel. Kein Karton über etwa zwanzig Kilogramm, sonst trägt ihn niemand mehr sicher durch ein Treppenhaus. Hohlräume mit Papier füllen, damit im Karton nichts wandert, denn Bewegung ist die Ursache fast jedes Bruchs.
Der Deckel muss zugehen und flach aufliegen, sonst lässt sich der Karton nicht stapeln und verliert die halbe Ladekapazität des Fahrzeugs. Den Boden zweimal quer kleben, besonders bei Büchern. Beschriften Sie nach Zimmer und Inhalt, nicht nur nach Zimmer, und schreiben Sie es auf die Seite, nicht auf den Deckel, weil im Stapel nur die Seiten sichtbar sind.
Geschirr wird stehend eingepackt, nicht liegend, mit Papier zwischen den Tellern. Gläser einzeln wickeln. Schrauben und Kleinteile eines zerlegten Möbelstücks kommen in einen beschrifteten Beutel, der an das Möbelstück geklebt wird, nicht in einen Sammelkarton. Wer das durchhält, spart beim Aufbau in der neuen Wohnung mehr Zeit, als das Einpacken zusätzlich gekostet hat.
Legen Sie außerdem einen Karton beiseite, der zuletzt gepackt und zuerst geöffnet wird. Hinein gehören Werkzeug, Kabel, Toilettenpapier, Handtücher, Ladegeräte, Putzzeug und etwas zu essen. Beschriften Sie ihn deutlich und sagen Sie uns Bescheid, dann steht er im Fahrzeug ganz hinten und kommt an der neuen Adresse als Erstes wieder heraus.