Die Gründe, aus denen in Berlin eingelagert wird
Der häufigste Anlass ist eine Lücke zwischen zwei Mietverträgen. Die alte Wohnung wird zum Monatsletzten übergeben, der Schlüssel für die neue gibt es erst zum Fünfzehnten. Zwischen beiden Terminen liegen zwei Wochen, in denen ein Hausstand irgendwo stehen muss. Bei Wohnungen aus Bestandsverwaltungen ist diese Lücke eher die Regel als die Ausnahme, weil zwischen Auszug und Neuvermietung renoviert wird.
Der zweite Anlass ist eine Sanierung in der eigenen Wohnung. Estrich, Parkett abschleifen, ein neues Bad oder ein Wasserschaden nach einem Rohrbruch: In allen Fällen müssen ein oder zwei Zimmer vollständig leer sein, und der Balkon reicht dafür nicht. Solche Aufträge dauern selten länger als vier bis sechs Wochen, das sind ein bis zwei Monatspreise und kein Vertrag über ein Jahr.
Dazu kommen die Fälle, die mit dem Leben und nicht mit der Wohnung zu tun haben. Ein befristetes Projekt in einer anderen Stadt, ein Auslandsjahr, eine Trennung, bei der einer auszieht und noch nicht weiß wohin, oder ein Nachlass, den die Erben in Ruhe sichten wollen, statt ihn unter Zeitdruck zu entsorgen. Bei einem Nachlass ist die Einlagerung oft die günstigere Entscheidung: Was einmal weggeworfen ist, lässt sich nicht zurückholen.
Der vierte Grund ist der Verkauf oder die Neuvermietung. Eine halb leere Wohnung wirkt bei Besichtigungen größer und heller. Wer die Möbel für die Zeit der Vermarktung auslagert, spart sich das Umstellen vor jedem Termin.
So läuft eine Einlagerung bei uns ab
Der Ablauf ist bewusst kurz gehalten, weil die meisten Anfragen kurzfristig kommen. Zwischen dem ersten Anruf und der Abholung liegen im Regelfall wenige Tage, bei kleinen Mengen manchmal nur einer.
- Sie beschreiben, was eingelagert werden soll, gern mit ein paar Handyfotos der Zimmer
- Wir schätzen das Volumen und nennen Boxgröße, Tagespreis und die Zahl der nötigen Fahrten
- Bei größeren Mengen sehen wir uns die Wohnung vorher an, kostenlos und unverbindlich
- Am Abholtag tragen, verpacken und verladen wir, Sie müssen nicht mitanpacken
- Jedes Stück wird erfasst, sperrige Möbel werden mit Decken abgedeckt und verzurrt
- Zum vereinbarten Termin stellen wir zu, auf Wunsch mit Aufbau am neuen Platz
| Größe | Tagessatz | Monatspreis | Passt für |
|---|---|---|---|
| Lagerbox 5 m³ | ab 9 € am Tag | ab 69 € im Monat | Ein Zimmer oder ein Kellerabteil |
| Lagerbox 10 m³ | ab 15 € am Tag | ab 109 € im Monat | Ein- bis Zweizimmerwohnung |
| Lagerbox 20 m³ | ab 25 € am Tag | ab 189 € im Monat | Zwei- bis Dreizimmerwohnung |
| Lagerfläche ab 30 m³ | auf Anfrage | ab 269 € im Monat | Vier Zimmer, Betriebsbestand |
| Abholung oder Zustellung | ab 89 € je Fahrt | ab 89 € je Fahrt | Innerhalb Berlins, zweimal fällig |
Bis etwa acht Tage ist der Tagessatz günstiger, darüber der Monatspreis. Abgerechnet wird immer der niedrigere der beiden Beträge. Alle Preise inklusive Mehrwertsteuer.
Tagessatz oder Monatspreis, je nachdem was günstiger ist
In der Lagerbranche ist der Monatsvertrag Standard. Das bedeutet: Wer am zweiten Tag eines Monats auslagert, zahlt trotzdem den ganzen Monat, und wer am achtundzwanzigsten einlagert, zahlt für drei Tage einen vollen Monatspreis. Bei einer Überbrückung von vier oder fünf Tagen zahlen Sie damit fast ausschließlich für Zeit, in der Ihre Sachen längst wieder in der Wohnung stehen.
Deshalb gibt es bei uns zwei Tarife, zwischen denen Sie sich nicht entscheiden müssen. Der Tagessatz beginnt bei 9 € für 5 m³, der Monatspreis bei 69 €. Wir rechnen am Ende die Variante ab, die für Ihre tatsächliche Lagerdauer günstiger ausfällt, und zwar rückblickend und nicht nach dem, was Sie vorher geschätzt haben.
Der Kipppunkt liegt bei etwa acht Tagen. Wer fünf Tage überbrückt, zahlt fünf Tage und keinen vollen Monat. Wer zwei Wochen braucht, zahlt trotzdem nur den Monatspreis, weil der ab dem achten Tag unter der Tagesrechnung liegt. Und wer aus zwei Wochen versehentlich sechs macht, zahlt keine sechs Wochen zum Tagessatz, sondern zwei Monatspreise.
Das nimmt der Planung die Schärfe. Bauverzögerungen, geplatzte Schlüsselübergaben und verschobene Einzugstermine sind der Normalfall und nicht die Ausnahme. Ein Tarif, der sich mit der Dauer selbst korrigiert, ersetzt die Frage, wie lange es wohl dauern wird, durch die Feststellung, wie lange es gedauert hat. Eine Mindestlaufzeit, eine Kaution oder eine Kündigungsfrist gibt es in keiner der beiden Varianten.
Zugang während der Lagerzeit: der ehrliche Punkt
Unser Lager ist ein Arbeitslager und kein Kundenbereich. Es gibt dort keinen Gang mit nummerierten Türen, durch den Sie mit einem eigenen Schlüssel spazieren, und es gibt keine Empfangstheke. Sie können also nicht spontan vorbeikommen und sich etwas holen. Wer diesen Punkt vorher kennt, plant anders und ärgert sich später nicht.
Wenn Sie während der Lagerzeit ein Einzelstück brauchen, sagen Sie uns, um welches es geht. Wir suchen es heraus und bringen es Ihnen vorbei. Das ist eine zusätzliche Fahrt und wird auch als solche berechnet. Bei einer Kiste Winterkleidung lohnt sich das selten, bei einem Aktenordner, den das Finanzamt sehen will, sehr wohl.
Die praktische Folge: Alles, was Sie in den nächsten Wochen brauchen könnten, sollte gar nicht erst ins Lager. Papiere, Ladegeräte, Werkzeug und die Kleidung für die aktuelle Jahreszeit gehören in den Koffer und nicht in die Box. Wer täglich oder wöchentlich an sein Lagergut muss, ist bei einem Selfstorage-Anbieter mit eigenem Schlüssel besser aufgehoben.
Was die Einlagerung kostet
Der Preis besteht aus zwei Teilen. Der erste ist der Lagerpreis, je nach Dauer entweder als Tagessatz oder als Monatspreis. Der zweite sind die Fahrten: Abholung und spätere Zustellung sind zwei getrennte Fahrten und werden auch zweimal berechnet.