Was Selfstorage gut kann
Selfstorage hat sich in Berlin nicht ohne Grund durchgesetzt. Das Modell hat einen echten Vorteil, und der heißt Zugang. Sie bekommen einen Schlüssel oder einen Code und kommen an Ihre Sachen, wann immer Sie wollen, in vielen Häusern auch spätabends. Wer sein Lager als ausgelagerten Keller nutzt, in dem Werkzeug, Saisonware oder Sportgeräte stehen und alle zwei Wochen etwas gebraucht wird, ist dort richtig.
Der zweite Vorteil ist die Kontrolle. Sie sehen Ihre Box, Sie räumen selbst ein, Sie wissen, was wo steht. Manchen Menschen ist genau das wichtig, und das ist eine völlig legitime Erwartung. Wir werden Ihnen nicht erzählen, Selfstorage sei ein schlechtes Produkt, es ist ein anderes Produkt.
Der dritte Punkt ist die Planbarkeit über lange Zeiträume, also ein fester Monatspreis, der sich nicht bewegt. Diesen Punkt haben wir inzwischen ebenfalls: Der Monatspreis beginnt bei 69 € für 5 m³ und bei 109 € für 10 m³. Beim Preis für lange Lagerung liegen die beiden Modelle damit nah beieinander, der Unterschied bleibt der Zugang.
Wo der Aufwand beim Selfstorage wirklich steckt
Der Preis für eine Box ist nur ein Teil der Rechnung. Der andere Teil ist der Weg dorthin, und der wird beim Vergleich fast immer vergessen. Sie brauchen ein Fahrzeug, das groß genug ist, im Zweifel zweimal, weil ein Transporter aus dem Baumarkt selten eine Wohnung auf einmal fasst. Sie brauchen Leute, die tragen, und Sie brauchen Zeit.
Dazu kommt die Berliner Realität: vierter Stock im Altbau ohne Aufzug, kein Parkplatz vor der Tür, ein Hinterhof mit Poller. Was in der Kalkulation zwei Stunden waren, wird ein ganzer Samstag. Am Lager selbst geht es weiter, denn dort tragen Sie erneut, diesmal über Flure und mit einem Rollwagen, der gerade von jemand anderem benutzt wird.
Und dann kommt der zweite Termin: Am Ende der Lagerzeit läuft die gleiche Runde rückwärts. Wer beide Tage zusammenzählt und die Fahrzeugmiete, den Sprit und die Verpflegung für die Helfer ehrlich dazurechnet, kommt auf eine Zahl, die sich mit einem Abholservice durchaus vergleichen lässt.
| Punkt | Selfstorage | Einlagerung bei uns |
|---|---|---|
| Transport zum Lager | Sie selbst, mit Mietwagen | Wir, mit eigenem Fahrzeug |
| Tragen und Stapeln | Sie und Ihre Helfer | Unsere Kräfte |
| Zugang während der Lagerzeit | Jederzeit mit eigenem Schlüssel | Nur über eine Fahrt, ab 89 € |
| Abrechnung kurze Dauer | Meist voller Kalendermonat | Tagessatz ab 9 € am Tag |
| Abrechnung lange Dauer | Monatspreis nach Boxgröße | Monatspreis ab 69 € |
| Vertragsbindung | Oft Mindestlaufzeit | Keine |
| Rückweg am Ende | Sie fahren noch einmal | Wir stellen zu, auf Wunsch mit Aufbau |
Beträge inklusive Mehrwertsteuer. Welcher unserer beiden Tarife greift, entscheidet die Dauer und nicht Ihre Wahl vorab. Welches der beiden Modelle passt, entscheidet vor allem, ob Sie zwischendurch an Ihre Sachen müssen.
Der Unterschied in einer Tabelle
Beide Modelle nebeneinander, ohne Schönfärberei. Die Zeilen, in denen Selfstorage vorn liegt, stehen mit drin.
Was wir nicht können
Unser Lager ist kein Kundenbereich. Es gibt keine Boxentür mit Ihrem Namen, keinen Code und keine Möglichkeit, an einem Sonntagnachmittag spontan in die eigene Kiste zu greifen. Das ist die Kehrseite davon, dass wir das Tragen übernehmen: Ein Lager, in dem wir stapeln und mit Fahrzeugen arbeiten, ist kein Ort, durch den Kundschaft läuft.
Wenn Sie während der Lagerzeit etwas brauchen, holen wir es heraus und bringen es Ihnen. Das dauert in der Regel ein bis zwei Werktage und kostet eine Fahrt. Für einmalige Fälle ist das in Ordnung, für den regelmäßigen Zugriff ist es zu teuer und zu langsam.
Sagen Sie uns deshalb vorher, wenn Sie ahnen, dass Sie an eine bestimmte Kiste noch einmal müssen. Dann stellen wir sie vorn hin, statt sie unter zehn andere zu stapeln, und der Vorgang bleibt für alle Beteiligten überschaubar.
Welches Modell zu welcher Situation passt
Zu uns passt: die Überbrückung zwischen zwei Wohnungen, das leergeräumte Zimmer während einer Sanierung, der Hausstand während eines Auslandsjahres, der Nachlass, den die Familie in Ruhe sortieren will. Also alles, was einmal weg und später wieder da sein soll, ohne dass zwischendurch jemand hineinmuss. Die lange Lagerung gehört ausdrücklich dazu: Ein halbes Jahr mit 10 m³ kostet 654 € Lagerpreis und zwei Fahrten zu 89 €, zusammen 832 €, ohne dass Sie ein einziges Mal selbst fahren.
Zu einem Selfstorage-Anbieter passt alles, was regelmäßigen Zugriff braucht: der ausgelagerte Hobbykeller, das Warenlager eines Kleinhändlers mit wöchentlicher Entnahme, die Sammlung, an der Sie am Wochenende basteln, das Vereinsmaterial, das jeden Monat einmal heraus muss. Wer wöchentlich an seine Sachen will, ist dort schlicht besser aufgehoben. Das sagen wir Ihnen am Telefon, statt Ihnen etwas zu verkaufen, das nicht passt.
Es gibt auch die Mischung, und sie ist gar nicht selten: Der große Teil des Hausstands geht zu uns, die eine Kiste mit den Dingen, an die man ranmuss, bleibt bei Freunden im Keller. Das ist oft die günstigste und praktischste Lösung von allen.