Die drei Posten, aus denen sich der Preis ergibt
Der erste und wichtigste Posten ist das Volumen. Wir rechnen in Kubikmetern und bieten Boxen mit 5, 10 und 20 m³ an, darüber Lagerfläche ab 30 m³. Zum Tagessatz kostet 5 m³ ab 9 €, 10 m³ ab 15 € und 20 m³ ab 25 €. Zum Monatspreis sind es 69 €, 109 € und 189 €, Fläche ab 30 m³ beginnt bei 269 € im Monat. Der Preis je Kubikmeter sinkt also, je mehr Sie einlagern, weil große Einheiten weniger Handgriffe kosten als viele kleine.
Welcher der beiden Tarife gilt, müssen Sie nicht entscheiden. Bei etwa acht Tagen kreuzen sich die beiden Linien: Darunter ist der Tagessatz billiger, darüber der Monatspreis. Berechnet wird der niedrigere Betrag, und zwar rückblickend nach der Zeit, die wirklich vergangen ist. Fünf Tage in 5 m³ kosten deshalb 45 € und nicht 69 €, drei Wochen kosten 69 € und nicht 189 €.
Der zweite Posten sind die Fahrten. Abholung und spätere Zustellung schlagen mit je 89 € zu Buche, also zusammen ab 178 €. Diese Summe fällt einmal an, unabhängig davon, ob Sie zwei Wochen oder vier Monate lagern. Bei kurzer Lagerung machen die Fahrten damit den größeren Teil der Rechnung aus, bei langer den kleineren.
Der dritte Posten fällt nicht immer an: Packmaterial und Packhilfe. Umzugskartons leihen Sie für 0,90 € je Stück und Woche oder kaufen sie für 1,80 €. Wenn wir mit einpacken, kostet ein Helfer ab 25 € je Stunde. Wer selbst packt, spart diesen Posten vollständig, sollte dafür aber die Hinweise zum Packen für lange Lagerzeiten ernst nehmen.
Vier Rechnungen zum Nachvollziehen
Der erste Fall ist die klassische Übergabelücke. Eine Zweizimmerwohnung soll teilweise überbrückt werden, es geht um ein Schlafzimmer, ein paar Kartons und zwei Regale, zusammen rund 5 m³. Die Lücke beträgt vierzehn Tage. Zum Tagessatz wären das 126 €, der Monatspreis liegt mit 69 € darunter und wird deshalb genommen. Mit den beiden Fahrten zu 178 € stehen 247 € auf der Rechnung.
Der zweite Fall ist die Sanierung. Zwei Zimmer werden komplett leergeräumt, Parkett wird abgeschliffen, die Handwerker sagen vier Wochen, es werden dreißig Tage. Volumen rund 10 m³. Gerechnet wird ein Monatspreis mit 109 €, dazu 178 € für die Fahrten, macht 287 €. Zum Tagessatz wären allein die Lagerkosten bei 450 € gelandet.
Der dritte Fall ist das Auslandsjahr. Ein kompletter Zweipersonenhaushalt, rund 20 m³, soll drei Monate stehen. Das sind drei Monatspreise zu 189 €, zusammen 567 €, plus 178 € für die Fahrten, macht 745 €. Umgerechnet kostet die Lagerung damit gut 6 € am Tag, also etwa ein Viertel des Tagessatzes.
Der vierte Fall zeigt die andere Richtung. Zwischen zwei Schlüsselterminen liegen nur fünf Tage, eingelagert werden 5 m³. Hier gewinnt der Tagessatz: fünfmal 9 € sind 45 €, mit den Fahrten 223 €. Ein klassischer Monatsvertrag hätte für dieselben fünf Tage einen vollen Monat berechnet.
| Volumen | Dauer | Abgerechnet als | Lagerpreis | Summe mit Fahrten |
|---|---|---|---|---|
| 5 m³ | 5 Tage | Tagessatz | 45 € | 223 € |
| 5 m³ | 14 Tage | Ein Monatspreis | 69 € | 247 € |
| 10 m³ | 30 Tage | Ein Monatspreis | 109 € | 287 € |
| 10 m³ | 6 Monate | Sechs Monatspreise | 654 € | 832 € |
| 20 m³ | 30 Tage | Ein Monatspreis | 189 € | 367 € |
| 20 m³ | 90 Tage | Drei Monatspreise | 567 € | 745 € |
Gerechnet mit dem jeweils günstigeren Tarif und zwei Fahrten zu je 89 €, alles inklusive Mehrwertsteuer. Nach der kostenlosen Besichtigung steht Ihr Betrag als Festpreis fest.
Ab wann sich Einlagern nicht mehr rechnet
Es gibt einen Punkt, an dem die Lagerkosten den Wert des Lagerguts übersteigen. Rechnen Sie ehrlich gegen: Was kostet die Wiederbeschaffung gebraucht, und was kostet die Lagerung für den geplanten Zeitraum? Ein halbes Jahr mit 10 m³ kostet 654 € Lagerpreis und 178 € für die Fahrten, zusammen 832 €. Eine gebrauchte Zweizimmereinrichtung kostet mehr als das, ein Stapel Pressspanmöbel deutlich weniger.
Für kurze Zeiträume lohnt sich das Lagern deshalb fast immer, weil eine Wohnungseinrichtung neu zu kaufen um ein Vielfaches teurer ist als ein paar Wochen Lagerung. Bei sehr langen Zeiträumen entscheidet nicht mehr der Tarif, sondern die Qualität der Möbel. Massivholz, Erbstücke und Maßanfertigungen überstehen zwei Jahre Lagerung und sind sie wert, eine zehn Jahre alte Einbauküche aus Pressspan nicht.
Der dritte Weg ist die Mischung. Das Gute, das Erbstück und das Maßgefertigte werden eingelagert, der Rest wird verkauft oder entsorgt. Entsorgung rechnen wir mit ab 39 € je Kubikmeter ab. Wer von 20 m³ auf 10 m³ herunterkommt, spart über ein Jahr 960 € Lagerpreis, während die Entsorgung dieser zehn Kubikmeter ab 390 € kostet. Bei einem halben Jahr ist das ungefähr ein Nullsummenspiel, ab einem Jahr eine klare Ersparnis, und Sie schleppen die Sachen nie wieder.
Was Sie besser behalten als einlagern
Jeder Kubikmeter, der nicht ins Lager geht, senkt den Preis. Es gibt eine Handvoll Dinge, die ohnehin nicht ins Lager gehören, weil Sie sie in der Zwischenzeit brauchen werden. Diese Liste kostet Sie zehn Minuten beim Packen und spart Ihnen im Zweifel eine Fahrt zu 89 €.
Papiere zuerst. Ausweise, Mietverträge, Versicherungsunterlagen, Zeugnisse, Impfpass, Fahrzeugpapiere und alles, was mit Behörden zu tun hat. Für die Ummeldung brauchen Sie den Ausweis und die Wohnungsgeberbestätigung, und die kommt selten pünktlich.
Dann das Werkzeug. Ein kleiner Satz aus Akkuschrauber, Zange, Zollstock, Cuttermesser und einer Handvoll Dübel wird in jeder Zwischenlösung gebraucht. Ebenso Ladegeräte, Verlängerungskabel und eine Mehrfachsteckdose. Dazu Kleidung für die aktuelle und die kommende Jahreszeit, Medikamente, Brille, Handtücher und Bettzeug für die Übergangszeit.
Und schließlich alles mit persönlichem Wert, das nicht ersetzbar ist: Fotoalben, Schmuck, Erinnerungsstücke. Nicht weil sie im Lager gefährdet wären, sondern weil sie ohne Grund aus der Reichweite verschwinden. Solche Kisten wiegen wenig und passen fast immer noch irgendwo hin.
Was zusätzlich kosten kann
Zwei Dinge treiben den Preis, wenn sie vorher nicht besprochen wurden. Das erste ist die Etage ohne Aufzug: Ein vierter Stock im Altbau kostet Zeit, und wenn die Menge groß ist, kann ein Möbellift ab 179 € die günstigere Variante sein, weil er Stunden spart. Das zweite ist der Parkplatz. Eine Halteverbotszone für eine Adresse kostet ab 59 €, für beide ab 89 €, und sie braucht mindestens vier Werktage Vorlauf.
Nicht zusätzlich kosten dagegen Abend- und Wochenendtermine. Der Stundensatz ist an jedem Öffnungstag derselbe, einen Zuschlag für Uhrzeit oder Wochentag berechnen wir nicht. Wer nur abends Zeit hat, zahlt dafür also nichts drauf.